Vanessa Prozess: Staatsanwalt hält Mörder weiterhin für „hochgradig gefährlich“

Vor zehn Jahren hatte Michael W. die damals zwölfjährige Vanessa mit 21 Messerstichen in ihrem Kinderzimmer erstochen. Der heute 30 jährige wurde damals nach dem Jugendstrafrecht verurteilt und hat nun seine Strafe verbüßt. Der Staatsanwalt jedoch hält ihn nach wie vor für „hochgradig gefährlich“ und möchte deswegen eine nachträgliche Sicherheitsverwahrung verhängen. Die Sicherheitsverwahrung sei zum Schutz der Allgemeinheit. Der Psychiater Ralph-Michael Schulte bestätigt in seinem Gutachten eine 50 prozentige Rückfallqoute und schließt weitere Tötungsdelikte und schwere Gewalttaten nicht aus. Der Verteidiger hält diese Aussagen für unseriös und fordert neben dem Freispruch eine Entschädigung. Der Psychologe Helmut Kury ist der Meinung dass W. unter bestimmten Auflagen die Haft verlassen kann. Bildquelle: Gerd Altmann / pixelio.de