Datenschützer will Facebook-Konzept zerstören

Über Post aus Deutschland kann sich in diesen Tagen Facebook-Chef Mark Zuckerberg freuen: Der niedersächsische Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert hat die Konzernleitung von Facebook aufgefordert, anonyme Accounts oder Profile  mit Aliasnamen zu ermöglichen – innerhalb von zwei Wochen, ansonsten droht eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro.
Für Facebook geht es aber um weit mehr, als um 20.000 Euro: Das gesamte Konzept des Web-Giganten basiert auf den persönlichen Daten, um Werbung noch gezielter anwenden zu können. Den Nutzern keine Möglichkeit auf Pseudonym-Nutzung einzuräumen, verstößt allerdings gegen das deutsche Telemediengesetz. Die Facebook-Anwälte entgegnen hingegen, dass reale Nutzernamen zwingend erforderlich sind, um mögliche Straftaten im Netz verfolgen zu können. Und so wird sich die Juristenschar des Konzerns wohl auf das Verwaltungsgericht Schleswig stürzen, das in diesem Fall zuständig ist.