Katholische Krankenhäuser verweigern Behandlung

Zwei Krankenhäuser einer katholischen Stiftung haben die Behandlung einer im Dezember vergewaltigten Frau abgelehnt, das berichtet der Kölner Stadtanzeiger. Die Frau wurde laut Angaben der Zeitung mit K.O.-Tropfen betäubt und anschließend vergewaltigt. Nach der Tat wurde sie von einer Notärztin an das  St.-Vinzenz-Hospital überwiesen, doch dieses lehnt die Behandlung ab. Die Begründung: Nach einer Vergewaltigung müsste auch über die Gabe der „Pille danach“ nachgedacht werden. Das sei aber mit dem christlichen Glauben nicht zu vereinbaren.

Auch im nächsten Krankenhaus wurde ihr eine Behandlung verweigert. Beide Kliniken gehören der Stiftung der Cellitinnen zur heiligen Maria. Eine CDU-Bundestagsabgeordnete zeigte sich entsetzt und bezeichnete den Vorfall als „Skandal“. Die Piratenfraktion im Landtag NRW stellt einen Eilantrag bei der Landesregierung zur Aufklärung der Situation. Lukas Lamla, gesundheitspolitischer Sprecher der Situation sagte: „Wer den Glauben über den Opferschutz stellt, hat das mit den Menschenrechten nicht verstanden.“