Snowden im Interview mit der ARD

Am Sonntag Abend äußerte sich Whistleblower Edward Snowden das erste mal in einem Fernsehinterview, nachdem er die geheimen Machenschaften der NSA enthüllt hatte. Mit einem Reporter der ARD traf er sich in Russland. In diesem Interview verriet er, dass er zwar Angst um sein Leben hat, sich aber trotzdem nicht einschüchtern lassen wird. Er nannte auch öffentliche Drohungen, die teilweise sogar seinen Tod fordern.  Als Grund für die Enthüllungen sieht er das Fehlverhalten eines NSA-Mitarbeiters vor Gericht. Dieser log unter Eid. Dadurch beschloss er, die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Demnach arbeitet die NSA im Verbund „Five Eyes“ mit den Geheimdiensten aus England, Kanada, Neuseeland und Australien zusammen, die sich gegenseitig Informationen aus ihrem eigenen Land zukommen lassen. Auch aus Deutschland gelangen Daten zur NSA, wobei nicht bekannt ist, ob dies bewusst oder unbewusst geschieht, denn auch der Bundesnachrichtendienst sammelt im eigenen Land Daten, die aber gefiltert werden. Über das Anzapfen von Internet und Telefonleitungen geraten dem Bericht von Snowden nach, auch Informationen ins Ausland. Snowden erklärte auch, dass nicht nur Informationen zur Terrorbekämpfung gesammelt werden, sondern auch Wirtschaftsspionage betrieben wird, die dem eigenen Land Vorteile einbringen soll. In Punkto Terrorbekämpfung erzielte die NSA in den letzten 10 Jahren kaum Erfolge, das Programm völlig überflüssig, so Snowden. Foto: Simon Brinkmann // Radio Hitwave