Fähre vor Südkorea gesunken

Gestern sank eine Fähre an der Südwestküste Südkoreas. Es werden noch rund 300 Leute vermisst, darunter sind die meisten Schüler. 180 Passagiere konnten schon gerettet werden. Die Zahl der bestätigten Todesopfer liegt momentan nach Angaben der Regierung bei neun Menschen. Nach Angaben befanden sich 475 Menschen auf der Fähre, darunter 325 Teenager von einer Oberschule aus einer Vorstadt von Seoul. Zusammen mit Lehrern waren sie auf einem Ausflug von der westlichen Küstenstadt Incheon zur südlichen Ferieninsel Cheju unterwegs, als das Schiff am Mittwochmorgen in Seenot geraten war. Wenige Stunden später sank die mehrstöckige Fähre. Hoffnung, Überlebende zu finden gibt es allerdings noch. Ein vermisster Junge versendete vergangene Nacht eine SMS-Nachricht. „Ich bin hier in der Kabine. Ich kann nichts sehen, aber ich höre einige Mädchen und Jungen weinen. Ich bin noch nicht tot. Bitte lasst die Leute wissen, dass wir noch hier sind“ schreibt der Junge. Der Mobilfunkbetreiber überprüfe nun, ob der Junge die Nachricht tatsächlich in der Nacht versendet hat. Sie könnte auch schon früher verschickt, aber erst später empfangen worden sein. Foto: Manuel Lapuente // Radio Hitwave

Update 19.04.2014:

Aufgrund der schlechten Witterung wird es immer schwieriger, die Fähre zu untersuchen. Das Schiff ist vollkommen gesunken. Ein Taucher soll heute drei Leichen gefunden haben, konnte diese allerdings nicht bergen. Wir berichten weiter. Unterdessen wurde der Kapitän und die dritte Offizierin angeklagt. Sie war unerfahren auf der Route, hat das Schiff aber gelenkt.