Flut fordert 40 Opfer

40 Menschen starben bei den Überschwemmungen im Balkan. Jetzt fürchtet die Regierung Bosniens, dass Seuchen ausbrechen könnten. Grund dafür seien die steigenden Temperaturen und Tierkadaver, die im Wasser schwimmen. So könnten Krankheiten, wie Typhus oder Hepatitis entstehen. Durch tagelangen Regen war es zu diesen Überschwemmungen gekommen.

Doch mit den befürchteten Seuchen noch nicht genug, denn es wird ebenso befürchtet, dass Landminen aus dem Krieg in den 90er Jahren ans Tageslicht gespült werden. Die Zahl der Minen wird etwa auf 120.000 geschätzt. Eine Mine sei auch dann noch funktionsfähig, wenn der Zünder feucht oder nass geworden sei, so Experten. Schilder, die vorher die Minenfelder gekennzeichnet haben, seien von den Flutwellen wegespült worden.

In Serbien wird eine weitere Flutwelle erwartet. In er serbischen Region Kolubara in der Nähe eines Tagebaus für Kohle laufen seit Sonntag Großpumpen des Technischen Hilfswerks (THW). Die Helfer seien zunächst für zwei Wochen vor Ort. In Tschechien und Polen entspannt sich die Lage wieder. Kanzlerin Merkel sicherte den Opfern in Serbien und Bosnien Hilfe zu. Foto: Manuel Lapuente // Radio Hitwave