Flüchtlinge können oft nicht zur Schule

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und in den meisten Bundesländern sind auch die Ferien mittlerweile zuende. Natürlich hat kein Schüler Lust drauf, aber es muss ja sein. Kinder, die erst in diesem Sommer nach Deutschland gekommen sind, weil sie beispielsweise aus einem anderen Land geflohen sind, haben es da etwas schwieriger. Denn die kommen nur schwierig an Bildung. Im Jahr 1992 hat Deutschland zwar den Kinderrechtskonventionen zugestimmt und damit allen Kindern ein Recht auf Bildung eingeräumt, das konnten sich die Bundesländer aber so umsetzen, wie sie gern wollten. Dabei rausgekommen ist dann in der Mehrheit: Recht auf Bildung ja, aber eben keine Pflicht. Erst wenn die Eltern einen Antrag ausfüllen, kann das Kind zum Unterricht – und das geht eben nicht, wenn die Eltern kein Deutsch sprechen.

Jetzt hat die Regierung die Notwendigkeit wohl erkannt und eine Schulpflicht auch für Flüchtlinge eingeführt – egal, wie lange der Aufenthalt gesichert ist. Das nächste Problem bahnt sich allerdings schon an: es gibt zu wenig Plätze in den Schulen und viele Lehrer sind mit den sprachlichen Unterschieden überfordert.

Erste Förderschulen wurden jetzt teilweise sogar aus privater Hand eingeführt, denn die Flüchtlinge werden als zukünftige Fachkräfte gesehen. Bis allerdings jeder Jugendliche auch zur Schule gehen darf, wird es wohl noch dauern. Foto: Gökmen Egritepe // Radio Hitwave