Hoeneß darf tagsüber in Freiheit

Weihnachten ist das Fest der Liebe.
Erst letzte Woche hatten wir noch frei und waren bei der Familie.
Auch ein paar Häftlinge konnten für eine kurze Zeit nach Hause.
So auch der wohl bekannteste deutsche Häftling derzeit. Uli Hoeneß.
Vor genau einer Woche am Freitag musste er allerdings am zweiten Weihnachtsfeiertag wieder zurück in die Justizvollzugsanstalt Landsberg. Auch über Silvester durfte er zu seiner Frau Susi und seiner Familie an den Tegernsee.
Heute teilte eine Sprecherin des bayerischen Justizministeriums mit, dass Uli Hoeneß sieben Monaten nach seinem Haftantritt ein Freigänger geworden ist. Nähere Details wurden allerdings nicht bekanntgegeben. Als Freigänger hat Hoeneß die Möglichkeit, sich tagsüber außerhalb des Gefängnisgeländes aufzuhalten, mit der Auflage, bis spätestens 18 Uhr wieder zurückzukehren.
Durch die Haftlockerung wird vermutet, dass Hoeneß nach Rothenfeld ins Freigängerhaus, ein ehemaliges Kloster, verlegt wird.
Solch ein Freigang ist nur mit einer geregelten Tätigkeit möglich. Nach Angaben des aktuellen FC-Bayern-München Präsidenten Karl Hopfer bekommt Hoeneß auf seinen eigenen Wunsch hin einen Anstellungsvertrag in der Jugendabteilung des Fußball-Rekordmeisters.
Offiziell wird er demnach als „Assistent der Abteilungsleitung Junior Team“ geführt, wie bereits vor einigen Tagen mitgeteilt worden war.
Uli Hoeneß wurde am 13. März im Landgericht München wegen Hinterziehung von 28,5 Millionen Euro Steuern zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Am 2. Juni 2014 bezog er das Gefängnis in Landsberg am Lech. Foto: Madeleine Luhmann // Radio Hitwave