Schwerte will Flüchtlinge in ehemaligem KZ unterbringen

Info: Das Bild zeigt nicht das Gelände, sondern fungiert als Symbolbild.

Bei der Suche nach geeignete Flüchtlingsunterkünften hatte die Stadt Schwerte eine ziemlich verrückte Idee: Flüchtlinge sollen in einem ehemaligen KZ wohnen.
Die Unterbringung von Flüchtlingen ist mittlerweile ein großes Thema. Und immer wieder stehen Kommunen vor einem großen Problem: Wo kann man die Asylsuchenden am Besten unterbringen?
In der Stadt Schwerte sollen nun 21 Asylsuchende auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald wohnen. Das berichten die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ und die „Ruhrnachrichten“. Diese Entscheidung löste eine Welle von scharfer Kritik aus.
Birgit Naujocks, die Geschäftsführerin des nordrhein-westfälischen Flüchtlingsrates, hält es für sehr bedenklich.
Laut der Stadt ist es aber aus finanziellen Gründen nicht möglich, alternativ Wohncontainer aufzustellen. Bürgermeister Heinrich Böckelühr verteidigte die Pläne als „sachgemäß“. Außerdem sollen die Flüchtlinge nicht in einer erhalten gebliebenen Baracke wohnen. Die für die Flüchtlinge vorgesehenen Gebäude sind erst in den 50er Jahren, also nach dem Krieg gebaut worden. Bis auf eine Wachbaracke sind alle Gebäude des Außenlagers nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen worden.
Das KZ Buchenwald war im zweiten Weltkrieg eines der größten Vernichtungslager Deutschlands. Circa 56.000 Häftlinge wurden in dem Lager von den Nationalsozialisten ermordet.
Im Netz sind die Nutzer verschiedener Meinungen.
„An so einem negativ geschichtsträchtigen Ort, sollte man Niemanden unterbringen und schon gar keine Flüchtlinge.“, schreibt ein User.
Ein Anderer schreibt:“Was in Gottesnamen ist da schlecht? Die Gebäude sind trocken und verfügen mit Sicherheit auch über Sanitäre Einrichtungen.“.