Wer glaubt, dass die Familie beim Spieleabend gemütlich zusammen sitzt, der liegt falsch. Mutter spielt vom Bad aus, Der Vater spielt im Büro und die Söhne sitzen mit der Babysitterin im Wohnzimmer. Ganz klar: Die Zukunft der Spiele Industrie ist digital.

Auf der Spielwarenmesse in Nürnberg präsentierten knapp 3000 Aussteller ihre Produkte. Im Vordergrund standen innovative, neue Produkte, nach dem Motto: Umso mehr Technik, umso besser. Das Highlight waren allerdings Spiele die ganz ohne Strom funktionieren. Ich frage mich immer, ob überhaupt noch Fantasie und Kreativität entstehen kann, wenn schon alles vorgegeben ist. Ein Renner unter den Gesellschaftspielen ist Make `n` break. Hier muss man mit Hilfe der Anweisungen von Freunden oder Familienmitgliedern bestimmte Dinge nachbauen. Auch wenn man die Verkaufszahlen dieses Spieles betrachtet, bleibt die Frage offen ob es immer neuer, digitaler und vernetzter sein muss.

Man müsste einen Kompromiss zwischen den konventionellen Brettspielen und den Digitalen finden. Bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt.