Kinderstars leiden unter Medienrummel

Am Samstag zeigte das ZDF die Sendung „Das Spiel beginnt“. Dabei wurde die vermutlich jüngste Co-Moderatorin im deutschen Fernsehen eingesetzt – Emma Schweiger. Ist es nicht ein Traum von vielen, einmal vor einem Million Publikum zu stehen? Dass es mehr Schatten als Sonnenseiten gibt, so jung im Showgeschäft unterwegs zu sein, dürfte der 12-jährigen bekannt sein.

In einem Interview mit der Bild Zeitung äußerte sich der Kinderstar negativ über das Showgeschäft. Weiter berichtet sie, dass sie später nicht berühmt sein will und einfach einen bodenständigen Beruf ausüben möchte. Emma Schweiger ist mit ihrer Meinung allerdings nicht alleine. Viele ehemalige Kinderstars berichten kritisch von ihrer Vergangenheit. Das extremste Beispiel ist wohl Macaulay Culkin, der Hauptdarsteller aus dem Film „Kevin allein zu Haus“. Dieser wurde schon im Kindesalter unfreiwillig zum Star. Allerdings hört sich das schöner an, als es ist. Das Kind kam mit dem ständigen Leistungsdruck nicht zurecht. Ob es einen Zusammenhang zwischen seiner Vergangenheit und seinem jetzigen Drogenkonsum gibt, ist unklar. Sicher ist allerdings, dass die meisten Kinder mit dem Druck von Seiten der Medien einfach nicht umgehen können. Wie auch? Kinder sind Kinder und müssen nicht mit 5 Jahren schon Texte auswendig lernen.

Wenn man das Beispiel Macaulay Culkin betrachtet, kann man sich schon Sorgen um all die Kinder, die bei Casting-Sendungen wie The Voice, Filmen wie Honig im Kopf oder ganz alltäglichen Sendungen und Sitcoms mitspielen, machen. Foto: Yannick Rautenberg // Radio Hitwave