100 Tage Mindestlohn + AUDIO

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Wer in Deutschland einen Job hat, der bekommt dafür mindestens 8,50 Euro pro Stunde. Ist schon ganz gut, hochgerechnet sind das etwa 60 Euro am Tag, 1200 Euro im Monat. Wer davon eine Familie ernähren muss, hat allerdings nicht viel davon. Entsprechend viel Kritik bekommt der Mindestlohn von linker Seite. Viele Arbeitgeber haben nach eigenen Aussagen keine Probleme, den Mindestlohn zu zahlen. Viel mehr sorgt die Bürokratie dahinter für Aufregung. Jede geleistete Arbeitsstunde und jeder ausgezahlte Euro muss festgehalten werden und das ist eben eine Menge Arbeit.
Deswegen haben sich am Freitag zuständige Minister zusammengesetzt und überlegt, wie die Situation verbessert werden kann. Sicher ist erst mal: Es bleibt bei den 8,50 Euro, das stand auch gar nicht zur Debatte. Allerdings wollen die Minister den Arbeitgebern entgegenkommen und die Bürokratie vereinfachen. Betroffen sind vor allem Praktikanten, die Studenten oder Schüler sind. Die müssen nach wie vor keinen Mindestlohn erhalten. Aber auch Mitarbeiter, die für große Firmen arbeiten, bekommen teilweise nicht alles ausgezahlt. Die Firmen retten sich dann damit, dass beispielsweise 7 Euro Lohn pro Stunde gezahlt werden, aber dann die letzten 1,50 Euro als Gutschein zur Verfügung stehen. Ganz rechtens ist das natürlich nicht, aber viele wollen auch nicht ihren Job verlieren.Foto: Gökmen Egritepe // Radio Hitwave