GDL-Streik legt Deutschland lahm

Seit Anfang September letzten Jahres ist die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) in Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn.

Die Forderungen der GDL hat Gewerkschaftschef Claus Weselsky
am Wochenende bereits mittgeteilt: „Die GDL-Mitglieder müssen erneut für
bessere Arbeitszeiten, höheres Entgelt und Belastungssenkung in den
Arbeitskampf ziehen.“ Konkret heißt das: fünf Prozent mehr Geld und eine Stunde
weniger Arbeitszeit pro Woche.

Die Verhandlungen zwischen den Lokführern und der Deutschen Bahn sind seit dem
1. September am Gange. Der kommende Streik ist somit der siebte in Folge.

1. Warnstreik – 1. September 2014

drei Stunden im Personen- und Güterverkehr

2. Warnstreik – 6. September 2014

drei Stunden im Personen- und Güterverkehr

3. Warnstreik – 7. und 8. Oktober 2014

neun Stunden im Personen- und Güterverkehr

4. Warnstreik – 15. und 16. Oktober 2014

14 Stunden im Personen- und Güterverkehr

5. Warnstreik – 17. bis 20. Oktober 2014

50 Stunden im Personenverkehr und 61 Stunden im Güterverkehr

6. Warnstreik – 6. bis 8. November 2014

64 Stunden im Personenverkehr und 75 Stunden im Güterverkehr

Der aktuelle Streik beginnt im Personenverkehr am Mittwoch,
22. April um 2 Uhr und endet am 23. April 2015 um 21 Uhr.
Der Streik im Personenverkehr dauert somit 43 Stunden. Der Güterverkehr wird
bereits vom 21. April um 15 Uhr bis zum 24. April 2015 Uhr um 9 Uhr bestreikt
(66 Stunden).

GDL-Chef Weselsky meint, die Verhandlungen seien keinen Schritt weiter, als
am ersten Tag.

Die Bahn hingegen sieht das ganze anders: „Die Forderungen von der GDL sind
einfach zu hoch gegriffen“, heißt es in einem Interview von tagesschau24.de an
die Bahnsprecherin.

Die Deutsche Bahn forderte die GDL auf, ihren
Streikaufruf zurückzunehmen. „Diese Streiks sind für niemanden nachzuvollziehen“,
sagte der Personalvorstand Ulrich Weber. „Die GDL hätte ihr gewünschtes
Zwischenergebnis in den Verhandlungen in nahezu allen Punkten haben
können“, fügte er hinzu. Stattdessen schade sie erneut die Kunden der Bahn
und das Unternehmen selber. „Die DB bedauert dies ausdrücklich und verweist auf
die alleinige Verantwortung der GDL für diese inakzeptablen Unannehmlichkeiten
für die Kunden.“

Die Deutsche Bahn gibt seinen Kunden den Kaufpreis zurück, wenn der geplante Zug verspätet oder gar nicht kommt. Ebenso richtet die Bahn einen „Notfall-Fahrplan“ ein.

Weitere Infos dazu hat die Bahn auf ihrer Webseite veröffentlicht.

Foto: Patrick Kulhei // Radio Hitwave