Sichtschutz bei Unfällen

Rettungskräfte der Feuerwehr und Polizei berichten immer wieder von Gaffern an Unfallorten auf Autobahnen, und NRW hat dagegen jetzt als erstes Bundesland reagiert und sogenannte mobile Sichtschutzwände eingekauft. Die Wände können dann auf einer Länge von 100 Metern problemlos und ohne viel Aufwand aufgestellt werden.

Das System stammt eigentlich aus den Niederlanden, wurde bei uns in NRW aber schon ein Jahr lang von der Autobahnmeisterei Kaarst bei Düsseldorf getestet.
Der Hauptgeschäftsführer des Landesbetriebs Straßenbau NRW erklärt, „Wenn es für die anderen Verkehrsteilnehmer durch die grüne Wand im wahrsten Sinne des Wortes nichts zu sehen gibt, haben sie auch keinen Anlass, ihre Neugier zu befriedigen“.

Trotzdem gibt es auch Zweifel an dem System – zum Beispiel vom Bund der Steuerzahler, der kritisiert nämlich, dass sich Staus auch auf der Gegenfahrbahn gebildet haben, bis die Wände am Unfallort sind, denn die Lieferung kann bis zu 100 Minuten dauern.
„Wir werden prüfen, ob Nutzen und Kosten in einem angemessenen Verhältnis stehen“, kündigte eine Sprecherin Bund der Steuerzahler an. Foto: Yannick Rautenberg // Radio Hitwave