Unis sollen „verschulter werden“

Volle Hörsäle und Professoren, die ihre Studenten für dumm halten. Universitäten werden momentan stark kritisiert und sollen „verschulter“ werden.
Der Begriff Verschulung bedeutet so viel, dass sich die Unis in Deutschland mehr an den Schulen orientieren sollten, um es den Studierenden einfacher zu machen.
So sollen sich die Professoren nicht als diese sehen, sondern eher als Lehrer und es soll geordnete Curricula geben. So würden die Studenten eher freiwillig zu den Vorlesungen kommen, ohne Anwesenheitskontrolle. Immer mehr Unis machen sich dieses Ideal zu eigen, dennoch ist der Widerstand gegen diese Reformen sehr groß.
Auf der Gegenseite sind vor allem Studenten, die sich in ihrer Eigenverantwortung beraubt sehen und ihr Studium auf eigene Faust abzuschließen wollen. Aber auch Wissenschaftler und Dozenten sehen das Vorhaben kritisch, da Universitäten eben durch diese Eigenleistung besonders sind.
In Amerika wird der Begriff Schule nicht kritisiert, er wird mit Stolz an den Universitäten betrachtet.
Von der Schule als Universität zu lernen würde bedeuten, Lernfortschritte systematischer als bisher zu analysieren damit etwas ähnliches wie Lernstandserhebungen auch an den Unis zu schreiben.
Kritisiert wird aber vor allem, dass Professoren nicht fortgebildet werden, oder einen Mentor zur Seite haben, wie das bei Lehrern in der Schule der Fall ist. Foto: Yannick Rautenberg // Radio Hitwave