Eine Woche nach dem Erdbeben + AUDIO

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Vor über einer Woche bebte in Nepal und der gesamten Region die Erde, was dazu geführt hat, dass Hunderttausende Menschen ihre Wohnungen verloren und über 7000 starben. Mit einer Stärke von 7,8 zogen sich die Folgen von Nepal über Indien bis nach Pakistan und China. Durch die extreme Erdbewegung hat sich sogar die Höhe der Landschaft verändert. Einige Orte sind jetzt bis zu zwei Meter höher, andere, wie der Mount Everest sind einige Zentimeter gesunken.

Gemessen wir das durch einen Satelliten der Europäischen Raumfahrtsagentur Esa. Der schickt Signale zur Erde, die dann reflektiert werden. Je länger das Signal zurück braucht, umso weiter entfernt ist es. Die Ausmaße sind kaum Vorstellbar, denn von den Häusern ist nicht mehr viel übrig, wenn sie zusammen mit viel Erde um zwei Meter angehoben werden. Die Aufräumarbeiten konnten nur langsam gestartet werden, denn nach dem eigentlichen Beben gab es noch viele kleine Nachbeben, die teilweise eine Stärke von 6,5 hatten. Das ist fast so viel, wie das Hauptbeben.

Kritisiert wird vor allem, dass die Nepalesische Regierung nicht mit der Situation umzugehen wusste und der Flughafen total überfordert war und ist. Eigentlich landen nämlich viel weniger Flugzeuge in der Region – jetzt kamen hunderte Hilfstransporte an und müssen teilweise wieder umdrehen, da kein Platz ist. Mittlerweile kommen die Kräfte allerdings besser voran, immer wieder werden Opfer geborgen – und auch heute wurden noch zwei Frauen und ein Mann lebend gefunden. Nach 8 Tagen.

Experten vermuten, dass in Zukunft noch mehr Leichen gefunden werden und die Zahl auf 10 000 steigen könnte. Wir berichten, sobald wir neues wissen. Foto: Paul Scharapow // Radio Hitwave