Immer mehr kuriose Namen

Sputnik, Atomfried oder Satan – alles Namen, die man seinem Kind in Deutschland nicht legal geben darf. Bei uns entscheiden die Standesämter, welches Namen gehen und welche abgelehnt werden. Aber in den letzten Jahren scheint Deutschland offener für kuriose Namen geworden zu sein.

Immer seltener lehnen Standesämter Namenswünsche ab. 2007 erlaubte das Essener Standesamt zum Beispiel den Jungennamen „Anakin Skywalker“ nicht, oder 2013 „Gucci“ in Kiel. Dagegen wurden aber „Milka“ oder „Imperial-Purity“ erlaubt.

Standesämter verweisen öfter mal darauf, dass Namen Probleme bereiten könnten, aber genehmigen sie dennoch. Zum Beispiel klingt „Marie-Johanna“ nach der Droge „Marihuana“.

In einigen Fällen zogen Eltern mit ihren Namensvorschlägen aber auch vor Gericht, um sie durch zu bringen. Und während „Frieden-Mit-Gott-Allein-Durch-Jesus-Christus“ abgelehnt wurde, konnten andere ihren Sohn „Maier“ nennen. Sie wiesen nach, dass es ein üblicher Vorname in Holland sei.

Die Standesämter verbieten immer weniger kuriose Namen und vielleicht hilft das auch dabei, ein wenig toleranter zu werden. Denn schließlich kommt es nicht auf den Namen, sondern auf den Menschen an. Foto: Yannick Rautenberg // Radio Hitwave