Politiker fordern Speicherung von Daten

Das Wort Vorratsdatenspeicherung geistert seit Wochen durch Politik und Medien, dabei wissen viele gar nicht, was das überhaupt bedeutet. Denn seit den Anschlägen in Tunesien vor gut zwei Wochen gibt es heiße Debatten darüber.

Bei der Vorratsdatenspeicherung wird genau dokumentiert, wann Du mit wem Kontakt gehabt hast – ob über Telefon, Mail oder andere Wege im Netz. Deine Daten werden dann vorsorglich gespeichert, einen Anlass braucht es dafür nicht. Zu den Verbindungsdaten zählen unteranderem E-Mail Adressen, IP Adressen, Verbindungsdaten von Fest und Mobilfunkanschlüssen, wobei auch die Rufnummer der Teilnehmer, der Standort sowie die Anrufdauer protokolliert. Klar, dass es dagegen Kritiker gibt. Die Befürworter der Vorratsdatenspeicherung versprechen sich dadurch allerdings eine effektive Strafverfolgung und Gefahrenabwehr sowie die Verhinderung von Straftaten und Terroranschlägen. Die Verbindungsdaten sind häufig der einzige Ermittlungsansatz und können bei der Rekonstruktion helfen. Die Gegner der Vorratsdatenspeicherung sehen dagegen die Grundrechte der Bürger angegriffen. Durch die Vorratsdatenspeicherung wären allgemein alle Menschen betroffen, die das Internet oder ein Telefon nutzen. In der analogen Welt ist eine Überwachung auch nur im Verdachtsfall möglich. Bei der Vorratsdatenspeicherung wäre es ein Dauerzustand ohne Not und Bedarf, so die Kritiker. Sie sind der Meinung, dass die das Vorhaben nicht effektiv sei.  Auch auf welchem Server die Daten gespeichert werden sollen sei noch nicht festgelegt. Ab Herbst diskutiert der Bundestag über ein mögliches Gesetz. Foto: Madeleine Luhmann // Radio Hitwave