Merkel verliert Wählerstimmen

Kein Tag vergeht, an dem die Flüchtlingskrise kein Thema in den deutschen Nachrichten ist. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich human und möchte weiter Flüchtlinge aufnehmen. Auch wenn viele ihr da zustimmen, verliert sie damit einen Teil ihrer Wählerschaft. Die Union liegt nach dem neuen Stern-RTL-Wahltrend auf dem tiefsten Wert des Jahres. Wähler, die früher noch CDU oder CSU gewählt haben, gehen nun oft AfD wählen. Die Alternative für Deutschland wächst nach eigenen Angaben täglich um knapp 40 Mitglieder. Erst im Juli sah es so aus, als wäre die AfD in Umfragen bald gar nicht mehr nennenswert. Die Partei spaltete sich und hatte rund 2500 der damals 20.000 Mitglieder verloren. Mittlerweile ist die Zahl wieder auf 19.000 angestiegen. Rund 2.000 Mitgliedsanträge seien noch gar nicht beantwortet worden, so Parteichefin Frauke Petry zur „Welt am Sonntag“. Nach der Parteispaltung war die AfD in Umfragen am Boden, durch die Flüchtlingskrise scheinen jetzt aber auch wieder mehr Wähler zu kommen. Von drei Prozent zur Krise der Partei schaffen es die Rechts-Konservativen mittlerweile auf sieben Prozent. Die Union dagegen ist nur noch bei 38 Prozent. Neben einigen Mitgliedern und Wählern steht mittlerweile selbst die Junge Union nicht mehr hinter der Kanzlerin. Foto: Paul Scharapow // Radio Hitwave