Jahresrückblick: Sport

Nun liegt wieder ein Sportjahr mit vielen Turbulenzen hinter uns.  Dort sticht unter anderem der große FIFA Skandal als eine der negativen Schlagzeilen heraus. Doch was ist noch alles in diesem Sportjahr passiert? René Henkgen blickt erstmals auf die erste Hälfte des Sportjahres 2016 zurück .

Das Sportjahr 2015 startete furios, als Richard Freitag als erster Deutscher seit 12 Jahren wieder ein Springen bei der Vierschwanzentournee in Innsbruck gewann.
Ebenfalls im Januar fand die Handball-Weltmeisterschaft statt, bei der die Deutschen es bis ins Viertelfinale schafften und dort am Gastgeber und späteren Finalisten Katar scheiterten.

Am Anfang des Jahres gab es außerdem die große Diskussion, ob sich Berlin oder Hamburg für die Olympischen Sommerspiele 2024 bewerben solle. Damals legte sich der Deutsche Olympische Sportbund noch auf Hamburg fest. Diese werden dennoch keine Bewerbung einreichen, da durch den Bürgerentscheid im November klar wurde, dass die Hamburger gegen die Olympischen Sommerspiele sind. 

Im März startete die Formel 1 Saison in Australien mit dem ersten von 19 Rennen und einem neuen als auch anfangs ungewohntem Bild. Sebastian Vettel in Rot, wie einst Michael Schumacher. Er war die Hoffnung von Ferrari im Kampf gegen die erfolgreichen Mercedes-Fahrer um den Weltmeister Lewis Hamilton und den Vorjahreszweiten Nico Rosberg.  Vettel konnte jedoch mit 3 Siegen die Silberpfeile etwas ärgern, verhinderte aber nicht den erneuten Doppelsieg von Lewis Hamilton als Weltmeister und Nico Rosberg als Vizeweltmeister.

Was die Silberpfeile in der Formel 1 sind, ist der FC Bayern in der Fußball Bundesliga. Ende April stand die Meisterschaft der Münchner fest, die am Ende mit 10 Punkten Vorsprung auf den VFL Wolfsburg, Meister wurden.
Jürgen Klopp verlor im letzten Spiel für den BVB und damit das DFB Pokal Finale in Berlin gegen den VFL Wolfsburg mit 3-1.
Eine Woche später fand das Championsleague Finale zwischen dem Bayernbesieger FC Barcelona und Juventus Turin ebenfalls im Berliner Olympiastadion statt, was die Katalanen jedoch mit 3-1 für sich entschieden.

Nachdem der Männerfußball in die Sommerpause ging, hatte dieses Jahr der Frauenfußball mit der Weltmeisterschaft in Kanada seinen Höhepunkt. Die deutsche Mannschaft kämpfte sich bis ins Halbfinale durch, in dem sie den USA mit 0-2 unterlagen. Im Spiel um Platz 3 verloren unsere Mädels gegen England und die Amerikanerinnen gewannen ihr Finale gegen Japan.

Im Tennis gelang Novak Djokovic in diesem Jahr fast alles. Unter seinem neuen Trainer Boris Becker spielte sich der Serbe in alle 4 großen Grand-Slam-Finals und gewann drei davon unter anderem auch in Wimbledon.

Für die Deutschen Basketballer war im September schon in der Gruppenphase bei der Basketball Europameisterschaft Schluss. Das Team um Dirk Nowitzki konnte trotz zum Teil guter Leistungen in den Spielen am Ende nicht genug punkten. Im Finale siegten dann die Spanier über Litauen.

Eine richtige Überraschung gab es Ende November beim Boxen. Hier verlor Wladimir Klitschko seit fast 10 Jahren das erste Mal wieder einen Schwergewichtskampf gegen Tyson Fury und verlor so auch alle seine WM Titel.

Nach den Skandalen um die WM Vergaben nach Russland 2018 und vor allem die WM Vergabe 2022 nach Katar geriet die FIFA immer mehr unter Druck. Hinzukam,  dass der ehemalige FIFA-Präsident Joseph Blatter und der UEFA Präsident Michel Platini erst suspendiert und dann gesperrt wurden. Mitte November kam dann noch die Frage auf, ob Franz Beckenbauer und der DFB versucht haben sollen Stimmen für das Sommermärchen 2006 zu kaufen. Unter dem zunehmenden Druck trat DFB Präsident Niersbach zurück und auch die Lichtgestallt des deutschen Fußballs Franz Beckenbauer geriet immer mehr ins Wanken.

Aber auch im „normalen“ Fußballgeschäft tat sich noch einiges. Anfang Oktober wurde Jürgen Klopp Trainer beim FC Liverpool, Pep Guardiola gibt bekannt, dass er im Sommer die Bayern verlassen und vom Italiener Carlo Ancelotti beerbt wird.
Zum Ende der Hinrunde stehen die Bayern mit 5 Punkten Vorsprung vor dem BVB da und 6 von 7 deutschen Mannschaften überwintern in Europa und in der Qualifikation zur Europameisterschaft in Frankreich qualifizierten sich die Deutschen ohne Probleme. Die Niederlande hingegen scheiterten an dieser Hürde und sind beim Tunier in Frankreich nicht dabei.