Deutsche Handballer im EM-Halbfinale

Stuttgart, 4. Januar 2016. Die Deutsche Handball-Nationalmannschaft der Männer posiert vor der Europameisterschaft 2016 für das obligatorische Mannschaftsfoto. Hinten von links: Teamkoordinator Thomas Otto, Bundestrainer Dagur Sigurdsson, Hendrik Pekeler, Finn Lemke, Erik Schmidt, Christian Dissinger, Teammanager Oliver Roggisch. Mitte: Co-Trainer Alexander Haase, Co-Trainer Axel Kromer, Steffen Weinhold, Jannik Kohlbacher, Niclas Pieczkowski, Steffen Fäth, Fabian Wiede, Simon Ernst, Mannschaftsarzt Prof. Dr. Kurt Steuer, Physiotherapeut Peter Gräschus. Vorn: Physiotherapeut Bernd Götzenberger, Tobias Reichmann, Johannes Sellin, Carsten Lichtlein, Andreas Wolff, Rune Dahmke, Martin Strobel, Physiotherapeut Dennis Finke

Am Mittwoch hat sich die deutsche Handball Nationalmannschaft überraschend den Halbfinaleinzug gegen Dänemark bei der Europmeisterschaft in Polen gesichert. Es war bis zum Schluss ein spannender und dramatischer Handballkrimi. Die deutsche Nationalmannschaft besiegte den Mitfavoriten auf den EM-Titel aus Dänemark mit 25-23 und spielt damit im Halbfinale gegen Norwegen. Mit großen Verletzungssorgen startete die DHB-Auswahl als Außenseiter in das Tunier. Doch das Team um Trainer Dagur Sigurðsson spielte sich in einen Lauf und verlor bis dato nur ihr Auftaktspiel gegen Spanien. Vor dem letzten Match in der Hauptgruppe wusste man, dass ein Sieg gegen Dänemark zum Halbfinaleinzug reichen würde. Doch nachdem sich im letzten Spiel Christian Dissinger und Kapitän Steffen Weinhold verletzten, haben nur noch die wenigsten mit dem erreichen des Halbfinals gerechnet. Umso überraschender kam der erste Einzug unter die besten Vier in einem großen Turnier seit genau 8 Jahren. Jetzt haben unsere Handballer nichts mehr zu verlieren, weil sie jetzt ohne Druck aufspielen können, so Sigurðsson im ARD Interview nach dem Spiel. Die Spieler seien sich aber bewusst, dass das Halbfinale gegen Norwegen kein einfaches Spiel wird. Trotzdem liebäugelt das jüngste Team im Tunier mit dem Einzug ins Finale, weil sie mit den Leistungen, die sie bis jetzt gezeigt haben, zu einem Favoriten auf den Titel geworden sind. Foto: Sascha Klahn/DHB