YouTube gewinnt gegen GEMA

Jeder von uns hat Ihn schon einmal gesehen – den Sperrhinweis bei YouTube Videos, die Musik enthalten. Der endlose Streit mit der GEMA ist vergangene Woche vor dem Oberlandesgericht München in die nächste Runde gegangen. Die GEMA wollte von der Videoplattform YouTube über eine Millionen Euro Schadensersatz, weil YouTube-Nutzer in ihren Videos gemapflichtige Hintergrundmusik verwendet haben. Auch in dieser Verhandlung verlor die GEMA wie bereits einige Male zuvor. Die Richter kamen zu dem Entschluss, dass YouTube nicht für das Handeln ihrer User verantwortlich sei. Die GEMA hingegen sieht YouTube nicht als Video-, sondern als Musikportal, das Inhalte dauerhaft zur Verfügung stellt und dadurch eine strafbare Handlung unterstützt. Diese Sichtweise will die GEMA nun vor dem Bundesgerichtshof darlegen und den Fall dort endgültig klären. Für die Nutzer ändert sich bis dahin nichts, denn bis es ein rechtskräftiges Urteil gibt, bleiben viele Videos vorerst gesperrt. Eine Ausnahme bilden Dienste, wie Vevo, die für eine Streaminglizenz bei der GEMA zahlen und damit eine große Auswahl an Musikvideos bieten. Foto: Sebastian Belda