Seit dem Anschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara, bei dem 37 Menschen getötet wurden, geht die Polizei dort noch massiver gegen die kurdische Arbeiterpartei PKK vor. 47 Menschen wurden bereits festgenommen, darunter laut Medienberichten auch Anwälte, die sich als pro-kurdisch gezeigt haben. Laut Anwaltsverband wurden Acht ohne einen genannten Grund von der Polizei abgeführt. Auch im Südosten des Landes wurden die Maßnahmen der Sicherheitskräfte ausgeweitet. Dort bewegen sich seither Panzer durch die Straßen. Präsident Erdogan hatte gefordert, das terroristische Verbrechen in der Türkei weiter zu fächern. Im Visier stehen nun auch Anwälte, Akademiker, Schriftsteller und Journalisten. Wie leicht man nun verhaftet werden kann, zeigt ein Fall von Gestern. Dort wurden drei Menschen festgenommen, weil sie eine Petition unterzeichnet haben, die die Gewalt gegen die kurdischen Rebellen verurteilt. Außerdem hat sich bislang niemand zu dem Attentat bekannt. Trotzdem weitet die Türkei ihre Maßnahmen gegen die kurdische PKK aus. Von nun an stehen auch hochgebildete Bürger im Visier. Foto: Madeleine Luhmann // Radio Hitwave