PanamaPapers bringen Prominente unter Druck

Mehrwertsteuer, Umsatzsteuer, Lohnsteuern und Einkommenssteuer – wer Geld hat, der gibt auch immer etwas an den Staat ab. Viele Prominente versuchen aber, wie das Journalistennetzwerk ICIJ berichtet, mit so genannten Briefkastenfirmen um die Steuern herum zu kommen. Denn die sind in Ländern wie Panama untergebracht und können dann unter falschem Namen nicht nur Geld verstecken, sondern auch zwielichtige Geschäfte durchführen. Das funktioniert so, sagen die Dokumente, die der Süddeutschen Zeitung aus einer anonymen Quelle zugesendet wurden: 

Die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca bietet an, eine Firma und einen angeblichen Geschäftsführer einzurichten. Die steht nicht in Verbindung mit dem Auftraggeber und der kann all sein Geld schicken, das dann ebenfalls nicht mehr mit ihm in Verbindung steht. Auf diese Weise kann er dann mit der Firma Einkäufe tätigen, die in seinen Listen nicht auftauchen – besonders brisant: auch Steuern sparen.

In den nun veröffentlichen Dokumenten, die über ein Jahr lang bearbeitet wurden, steht, dass es in jedem Land der Welt einige Personen gebe, die das System nutzen. In Deutschland sogar über 1000 Menschen, sagt die Tagesschau. So werden vor allem Politiker, Fußballer und Prominente beschuldigt. Die Bundesregierung will jetzt zusammen mit der EU gegen diese Briefkastenfirmen vorgehen, denn mit ihnen konnten sanktionierte Länder beispielsweise ihre Strafen umgehen.

Über die nächsten Tage verteilt, werden nun immer weitere Dokumente veröffentlicht, die dann nach und nach die kompletten Ausmaße zeigen werden. Foto: Yannick Rautenberg // Radio Hitwave