Alltag goes online – Deswegen sind wir im Netz!

„Das Bild wurde erfolgreich hochgeladen“, meldet Instagram. In diesem Moment schreibt ein Freund, ob man die Partyfotos vom Wochenende auf Snapchat schon gesehen hat. Immer mehr soziale Netzwerke sprießen im AppStore hervor und dabei ist es schwierig, den Überblick zu behalten. Eine Umfrage von 2015 zeigt, dass wir rund 14% Prozent unserer Zeit am Handy beziehungsweise im Internet verbringen. 

Schon lange ist es nicht mehr bloß die SMS, denn wir sind teilweise „gefangen“ in der virtuellen Welt. Es ist für viele nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Mit Facebook hat es vor Jahren so richtig angefangen. Es ist das bekannteste soziale Netzwerk. Freunde finden, Nachrichten schreiben, Veranstaltungen teilen und einfach immer up to date sein, was in der Welt los ist. Facebook und Co helfen uns also, immer und überall mitreden zu können. Neben der Kommunikation stehen auch Informationen zu fast jedem Thema auf dieser Welt zum Beispiel für Hausarbeiten oder Projekte abrufbereit. Spiele sind die zweitbeliebteste App auf dem Smartphone und sorgen ebenfalls für Suchtpotential. Es ist das Gefühl, etwas zu verpassen, wenn wir das Handy mal für ein paar Stunden aus der Hand legen. Die Handynutzung ist mit einer Sucht vergleichbar. „Es sind ähnliche Symptome. Steigender Konsum, um den gleichen Glücksmoment zu erreichen oder klassische Entzugserscheinungen und die ständige gedankliche Beschäftigung mit dem Medium.“ sagt Prof. Christian Montag von der Uni Ulm.

Lena Steeg von der Zeitschrift NEON findet, dass die Entscheidung ganz bei den Handynutzern liegt. „Es gibt keinen richtigen oder falschen Handykonsum. Die Leute werden schon wissen, was ihnen daran gerade so wichtig ist. Wenn ich meine, dass ich 45 Minuten lang mit fünf verschiedenen Apps mein Selfie bearbeiten muss, ehe ich es mit dem Hashtag „No Filter“ bei Instagram poste, dann ist das auf vielen Ebenen bedenklich, aber bestimmt kein vorrangiges Handy-Konsum-Problem.“

Die Smartphones begleiten uns durch unseren Tag und bereichern uns in vielen Alltagssituationen. Die richtige Nutzung wird also auch in Zukunft ein Diskussionsthema bleiben. Ein Abwärtstrend ist in jedem Fall aktuell nicht zu sehen. Foto: FirmBee / pixabay.com