Tourist löst Alarm am Flughafen Köln/Bonn aus

Foto: Simon Brinkmann // Radio Hitwave
Foto: Simon Brinkmann // Radio Hitwave

Urlaub – der kann gar nicht früh genug anfangen. Das dachte sich wohl auch ein 62-Jähriger Spanier, der am Mittag einen Großalarm am Terminal 1 am Flughafen Köln/Bonn auslöste.

Der Tourist, der seinen Flieger zum portugiesischen Faro noch erreichen wollte, durchlief die Sicherheitskontrolle, ohne vom Sicherheitspersonal durchsucht worden zu sein. Dies löste dann den Alarm aus, wobei der Gebäudeteil im Terminal 1 geräumt worden war. Davor hatten die Beamten der Bundespolizei den Bereich um Terminal 1 geräumt, um die anderen Fluggäste zu schützen. Denn zu dem Zeitpunkt wusste noch keiner, was für eine eventuelle Gefahr besteht, denn der Köln/Bonner Flughafen steht im Visier von Extremisten. Die Islamistengruppe IS hatte ihre Anhänger vor zwei Monaten zu Anschlägen in Deutschland nach dem Vorbild der Attentate von Brüssel aufgerufen. Auf Propagandagrafiken wurde unter anderem auch der Flughafen Köln/Bonn gezeigt. In Brüssel waren am 22. März in der Abflughalle des Flughafens Zaventem zwei Bomben explodiert und hatten das Gebäude schwer beschädigt (Radio Hitwave berichtete: Anschläge in Brüssel).

Der Sicherheitsbereich im Terminal 1 des Köln/Bonner Flughafens blieb wegen des Vorfalls von ca. 12:15 Uhr bis 13:30 Uhr geräumt. In dieser Zeit fanden in dem betroffenen Terminal weder Abflüge noch Ankünfte statt. Der Zwischenfall führte zu Verspätungen bei Abflügen. Betroffen waren nach Angaben des Airports insgesamt etwa 2.500 Passagiere. Der Flugbetrieb sei aber nicht eingestellt worden. Starts am Terminal 2 sowie Landungen fänden wie regulär statt, hieß es weiter.

Inzwischen ist der Urlauber von der Bundespolizei gefasst worden, der angibt, er wolle nur schnell zu seinem Flieger.
Erst im März hatte eine junge Polizeibeamtin in Zivil den Sicherheitscheck im Köln/Bonner-Flughafen umgangen und damit eine Räumung des Abflugbereichs im Terminal 2 ausgelöst. Etwa 1.000 Reisende waren damals betroffen. Mithilfe von Videobildern wurde die 23-Jährige identifiziert und gefasst.

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Foto: Symbolbild / Radio Hitwave