Ein Toter nach Schießerei in Leipzig

Aus heiterem Himmel kam es am Samstagnachmittag zu einer Schießerei zwischen zwei rivalisierenden Rocker-Gruppen in der Leipziger Eisenbahnstraße.

Wie die Polizei mitteilte, hielten sich dort etwa 20 Mitglieder der „Hells Angels“ in einem Bistro auf als plötzlich Anhänger der rivalisierenden „United Tribunes“ aufschlugen. Ohne Vorwarnung oder Ankündigung kam es dann zu einem Schusswechsel zwischen den Gruppen.
Bei dem Schusswechsel wurden drei Personen schwer verletzt, eine von ihnen erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Bei zwei der verletzten sind Bauchschüsse festgestellt worden.

Der genaue Grund für die Schießerei blieb bisher unklar. Klar ist, dass es in der Eisenbahnstraße in Leipzig immer wieder zu schweren Schlägereien und Messerstechereien kommt. Es handelt sich hierbei um „den Drogenumschlagplatz“ der Stadt. Vor zwei Wochen waren rund 200 Beamte im Einsatz um eine Massenschlägerei aufzulösen.

Am gestrigen Sonntag teilte die Polizei noch mit, 14 Personen festgenommen zu haben – darunter auch den mutmaßlichen 30-jährigen Schützen der „Hells Angels“. Gegen den Schützen wurde am Sonntag von einem Ermittlungsrichter Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes erlassen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Auch die nächsten Tage wolle die Leipziger Polizei in der Eisenbahnstraße besondere Präsenz zeigen um ähnliche Fälle und Racheakte zu unterbinden.

 

Foto: Paul Scharapow / Radio Hitwave (Symbolbild)