Immer mehr Fake-Amok-Drohungen bei der Polizei

Für uns viele war der Amoklauf in München vor einer knappen Woche ein großer Schock. Die Anschläge danach haben bewiesen: Es besteht Grund zur Unsicherheit. Und dabei haben uns nicht nur die Täter in Angst und Schrecken versetzt.
In der letzten Wochen mussten mehrere Einkaufszentren in Deutschland evakuiert, Wohnungen durchsucht und Helikoptereinsätze geflogen werden.
Da hat die Polizei nicht etwa neue Anschläge verhindert: Einige haben sich aus den Anschlägen einen Spaß gemacht und selbst gedroht, Amok zu laufen. Ein 21-jähriger Schüler aus München hat am Sonntag beispielsweise in seiner Klassengruppe auf WhatsApp angekündigt, dass er Amok laufen wird.
Daraufhin hat die Polizei die Wohnung durchsucht – und natürlich nichts gefunden.
Den Beamten hat der Schüler dann erzählt, er wollte seine Mitschüler nur provozieren.

Andere Vorfälle gab es auch:
Ein 17-jähriger Schüler aus München hat seinem Lehrer gesagt, er würde eine Pistole in die Schule mitbringen – auch da fanden die Ermittler nichts.
Für die Münchner Polizei hat dieser „Spaß“ jetzt ein Ende:

Per Facebook kündigen die Beamten nämlich an, jeden Einsatz in Rechnung zu stellen.
Pro Beamten und Stunde sind jeweils 54 Euro zu zahlen, bei einem Hubschraubereinsatz werden 3460 Euro pro Stunde in Rechnung gestellt.
Sind durch die Trittbrettfahrer ganze Hundertschaften im Einsatz, könnten die vermeintlichen Amokläufer also ihr Leben lang abbezahlen. Foto: Yannick Rautenberg // Radio Hitwave