Reaktionen zum Wahlerfolg der AfD

Die AFD ist auf dem Vormarsch auch in Bundesländern, in denen es kaum Flüchtlinge gibt. In Mecklenburg-Vorpommern ist die Alternative für Deutschland nach den Landtagswahlen mit 20,8% die zweitstärkste Kraft.
Wut und Trauer sind die Emotionen, die der Wahlerfolg bei vielen in den sozialen Netzwerken auslöst. Es wirkt, als würden nur wenige der Partei ihr Ergebnis gönnen. Im Netz werden bereits die ersten Verschwörungstheorien verbreitet, die Wahlergebnisse seien alle manipuliert worden. Kommentare sind teilweise aber auch beleidigend. So schreibt ein Nutzer, die Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns seien einfach nur dumm. Ein oft geteilter Kommentar mit unbekanntem Autor schlägt sogar vor, eine neue Bildungsreform anzugehen. Schuld an dem Wahlerfolg wird aber vor allem auch Angela Merkel gegeben, sie habe mit ihrer Flüchtlingspolitik nicht im Namen des Volkes gehandelt.
Peter Tauber, der Generalsekretär der CDU, betont in einem Interview mit der ARD ganz bewusst nicht den Sieg der AFD, sondern die Niederlage aller anderen Parteien und damit eine Niederlage für ganz Deutschland. Unsere Kanzlerin versucht zu beruhigen und erklärt, dass Deutschland auch Deutschland bleiben werde und sich an unseren demokratischen Werten nichts ändern werde. Viele Stimmen gehen aktuell kritisch gegen Angela Merkel, auch aus der Politik. Trotzdem bleibt sie nach einer Umfrage der ARD beliebteste Politikerin.