SPD, CDU und AfD gewinnen in Berlin

Foto: Gökmen Egritepe / Radio Hitwave
Zur Zeit finden in vielen Bundesländern die Wahlen statt – vor Kurzem in Mecklenburg-Vorpommern und am Sonntag haben die Berliner das Abgeordnetenhaus, also die Landesregierung, gewählt. 
Besonders für die großen Parteien gab es einen Denkzettel, einzig die SPD schafft mit 21,6% die meisten Stimmen. Für die CDU gab es jedoch einen herben Rückschlag, lediglich 19.8% der Wähler entschieden sich noch dafür. Gefolgt wurden die beiden größten Parteien von den Linken und den Grünen. 
Wie nach den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern zu erwarten, hat auch die AfD in Berlin ein zweistelliges Ergebnis von 14,2% der Stimmen eingefahren. Eine Überraschung ist der Wiedereinzug der FDP ins Abgeordnetenhaus mit 6.7%. 
Es gibt nur drei Möglichkeiten zur Bildung einer Koalition. Das wäre zum einen SPD-CDU-Grüne, Variante zwei SPD-Grüne-Linke und zuletzt die Möglichkeit SPD-CDU-FDP. Gespräche mit allen möglichen Koalitionspartner laufen bereits auf Hochtouren.
Mit 66,9% ist die Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2011 noch einmal gestiegen. 
Aber auch Angela Merkel lässt die Wahlniederlage in Berlin nicht kalt und bewegt sie zur Kursänderung vor allem in der Flüchtlingspolitik. Fehler räumt sie erstmals ein und betonte, dass sich 2015 nicht wiederholen dürfe. Auch gab sie erstmals einen Kontrollverlust beim Flüchtlingsstrom zu, da die Bundesregierung unvorbereitet getroffen worden sei. Auch ihren schärfsten Kritikern vor allem aus der CSU wendet sich Merkel wieder deutlich zu. Foto: Gökmen Egritepe // Radio Hitwave