Vorgestellt: Fotograf Maximilian Fischer

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„Fotografie ist für mich mehr, als nur auf den Auslöser zu drücken – es ist das Handwerk der verschiedenen Arten und das Interpretieren eines Fotos, was die Bände so besonders macht“ – mein
Satz zum folgenden Interview. Ich habe mich mit dem Fotografen Maximilian Fischer in seinem Studio Artwork Lichthaus in München getroffen. Große, helle Räume und moderne Technik lassen vermuten, dass hier schon viele schöne Fotos geschossen wurden.

Antonia: Fotografen sind typische Medienmenschen, die wissen, was ihre Follower und Kunden sehen wollen. Oder?

Max: Auf jeden Fall bin ich ein typischer Medienmensch, ja!

Max musste bei seiner Antwort nicht zögern – für mich also der Volltreffer schlechthin und er weiß sicherlich noch mehr über Medien.

Antonia: Ich schreibe gerade einen Artikel zum Thema „Berufe in den Medien“ – machen es uns Medien möglich, uns besser zu vermarkten?

Max: Sicherlich! Heutzutage gibt es so viele Möglichkeiten, sich zu zeigen. Auch ich nutze Snapchat, Instagram und Facebook. Und was gibts da noch alles? Tumblr und Pinterest..

Antonia: Ja, die beliebten Apps, die sich da auf unseren Smartphone finden. Damit vertreiben wir uns die Zeit. Hier einen Like verteilen, da noch schnell ein Selfie. Ja, aber wie steht ein Fotograf eigentlich zu Handy Fotos und dem Stichwort Selfie?

Max: Als Fotograf wähle ich natürlich das Foto, was mit einer Digitalkamera geschossen wurde. Mittlerweile sind die Handy Kameras aber auch schon ziemlich mit am Start. Am Ende sieht aber jeder irgendwo doch noch den Unterschied zwischen professionellem Foto und dem typischen Selfie mit dem Smartphone.

Irgendwie fand ich das sehr erleichternd. An gefühlt jeder Straßenecke gibt es einen Fotografen, der mit tollen Angeboten lockt. Ob es dann auch qualitativ hinhaut, ist jedoch eine ganz andere Frage.

Antonia: Aber wenn ich jetzt schonmal die Möglichkeit habe, einen Fotografen zu fragen, welche seine Lieblings-Fotobearbeitung-App ist, dann muss das auch mit auf der Frageliste stehen. Denn ganz gegen Selfies bist Du ja nicht.

Max: Puh, also da finden sich so einige auf meinem Handy. Wenn ich aber jetzt mal so überlege – die Filter von Instagram sind echt nicht ganz schlecht. Es gibt da aber bestimmt noch einige andere.

Also liebe Instagrammer, diese Filter gehen immer, sagt selbst der Fotograf. Follower sind ja auch immer so eine Sache. Wer von uns allen, die Facebook und Co regelmäßig nutzen, freut sich nicht über den ein oder anderen Like, einen Kommentar und der Mitteilung @…(Wunschaccount einfügen) folgt dir jetzt. Wenn Omi sich jetzt fragt, was das mit Freude im Alltag zu tun hat:
Willkommen in der digitalen Welt !

Antonia: Heutzutage lässt sich ja auch ziemlich leicht nachhelfen, um die Zahlen nach oben zu treiben – ob der nervige Hashtag #follow4follow oder gar eine App. Was sagst Du dazu?

Max: Ich weiß, dass es diese Apps und Möglichkeiten gibt. Genutzt habe ich tatsächlich noch keine von diesen. Mir ist es nicht ganz so wichtig, wem das gefällt. Mir geht es darum, meine Arbeiten anderen Menschen zu zeigen.

Abgelenkt werde ich während des Interviews nur durch das mit Licht durchflutete Studio. Wahnsinn, mit welcher Technik und den dazugehörigen Kameras heute gearbeitet wird. Da noch
ne` Einstellung und hier noch ein Grinsen.

Antonia: Wie kam es eigentlich dazu, dieses Studio zu gründen?

Max: Ich habe Artwork Locations im vergangenen Jahr zusammen mit dem Musiker Simon Fuerst gegründet. Das Konzept: Foto – und Filmproduktionen in den passenden Locations.  Das machen wir in Deutschland und Österreich.

Nicht jeder, der Photoshop und eine Kamera besitzt, ist ein guter Fotograf. Man braucht die Leidenschaft und die Einzigartigkeit der eigenen Bilder, um Fotostrecken zu produzieren, mit denen alle zufrieden sind. Doch es braucht auch weitaus mehr als das. Die Fotografie ist ein Handwerk – in keinen 3 Jahren Ausbildung lässt sich die Fotografie erlernen, wenn man nicht den nötigen „Tick“ im Blut hat.

Antonia: Aber was ist der Reiz daran, Fotograf zu werden – vielleicht auch sein Hobby zum Beruf zu machen, Max?

Max: Der Reiz ist es, immer wieder neue Leute kennenzulernen. Mit jedem Einzelnen lassen sich unterschiedliche Geschichten erzählen – alles, mit dem nötigen Equipment, der Location und dann genau der Fotowahl, die uns als Fotografen den Reiz geben, immer wieder neue Projekte zu starten.

Am Ende unseres Interviews haben wir natürlich noch ein paar Selfies gemacht.

Max wirft mir zu „Ja, kann ich das denn jetzt bringen, wenn ich vorher gesagt habe, dass ich nicht der komplette Befürworter der Selfies bin?“ (lacht).

Na aber klar und seht jetzt selbst. Und was habe ich, als die absolute „but first a selfie“-Queen, in einem Fotostudio mit einem Fotografen zu suchen, wenn´s dann als Ergebnis keine Profifotos gibt? Doofe Frage, Max zückte natürlich die Kamera.

Max findet ihr auf…
Facebook: Maximilian Fischer
Instagram: maximilianfischer_
Snapchat: maximilianfische