Feuer und Explosion bei BASF Ludwigshafen

Foto: Gökmen Egritepe // Radio Hitwave

Stell Dir vor, Du wohnst in der unmittelbaren Nachbarschaft zu einem Chemiewerk, schaust aus dem Fenster und siehst: Meterhohe Flammen.

Genau das haben die Menschen in Ludwigshafen am Montag erlebt. Um 11:35 ging der Notruf bei der Feuerwehr ein. Sowohl Kräfte der Werksfeuerwehr, als auch der Feuerwehr Ludwigshafen machten sich auf den Weg in den Länderhafen Nord.

Man weiß bisher nur, dass bei Arbeiten an einer Rohrtrasse ein Brand ausgebrochen ist. Über diese Rohrleitungen werden brennbare Flüssigkeiten und unter Druck stehende Gase zu den Produktionsstätten transportiert, wo diese als Vorprodukt weiterverarbeitet werden. Bisher treten dort noch Gase aus, die nur durch eine meterhohe Schaumdecke zurückgehalten werden.  

Nach der bisher vermissten Person, vermutlich der Matrose eines Tankschiffes, kann aus Sicherheitsgründen bisher nicht gesucht werden. Bisher wird vermutet, dass er bei der Explosion ins Hafenbecken geschleudert wurde.

Insgesamt verletzt worden seien 25 Menschen, 8 davon schwer. Bei manchen Schwerverletzten ist die Lage immer noch lebensbedrohlich. Zwei Mitglieder der BASF Werksfeuerwehr kamen bei dem Einsatz ums Leben. Für die Bevölkerung soll keinerlei Gefahr bestanden haben.

Das Unglück ist nicht der einzige Unfall im Werk Ludwigshafen. Bei der Herstellung von Chemikalien, Kunststoffen, Öle, Gasen und Farben kam es in diesem Jahr schon zu 14 gemeldeten Zwischenfällen, unter anderem Stoffaustritte aus Produktionsanlagen. Foto: Gökmen Egritepe // Radio Hitwave