Vorgestellt: Planspiel „Schulbanker“ – Schüler eröffnen eigene Bank

Geld abheben, Zinsen auf dem Sparbuch und ab und zu einen Brief mit Kontoauszügen – viel mehr haben die meisten nicht mit ihrer Bank zu tun. Die wenigsten wissen auch, was alles hinter ihren Kulissen so abgeht. Um dort so ein einen Einblick zu bekommen, findet jährlich das Planspiel „Schulbanker“ statt. Hier bilden immer 3-4 Schüler eine Gruppe, eröffnen eine eigene Bank und müssen für diese grundlegende Entscheidungen treffen. So zum Beispiel muss man jegliche Zinssätze und Gebühren festlegen, die Kunden zahlen müssen. Außerdem gehört dazu, zu schauen wie viel Geld man in Werbung und Weiterbildungen des Personals steckt. Dazu kommen aber noch viele weitere Aufgaben, wie zum Beispiel das Analysieren der Bilanz und die Beobachtung des Marktes, um auf alles zu reagieren, was passieren kann.  Allein daran erkennt man in Ansätzen, dass man als Verantwortlicher einer Bank auf eine Menge achten muss.

Doch davon merkt der Bankkunde relativ wenig. Das Einzige, was diese in letzter Zeit merken ist, dass die Zinsen immer geringer werden und die Sparzinsen zum Teil schon die 0%-Grenze erreichen. Kurzfristig scheint sich an dem Spardilemma auch mal noch nichts zu ändern. Erst unter der Woche hat der Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, angekündigt, dass weiter Milliarden in die Märkte gepumpt werden. Das bedeutet für die Anleger konkret, dass wohl auch bis Ende des kommenden Jahres nur die Gebühren für Überweisungen und Kontoführung erhöht werden und die Sparer weiter in die Röhre gucken. Der Hauptgrund für die Niedrigzinsen liegt darin, dass damit die Konjunktur weiter angekurbelt werden soll. Das Prinzip dahinter ist ganz einfach. Je weniger Zinsen man auf Erspartes bekommt bzw. je weniger Zinsen man auf Kredite bezahlen muss, desto eher sind die Verbraucher gewillt, das Geld auszugeben. Dennoch will Draghi ab April kommenden Jahres weniger Geld in die Märkte pumpen, sodass dann doch so langsam Licht am Ende des Niedrigzins-Tunnels erscheint. Foto: Gökmen Egritepe // Radio Hitwave

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