Polizei in Köln rüstet sich für Silvester

Böller fliegen unkontrolliert über die Domplatte und vorm Kölner Hauptbahnhof umher, sexuelle Übergriffe auf Frauen und eine hilflos wirkende Polizei. Wer erinnert sich nicht an die schrecklichen Szenen aus dem Jahreswechsel 2015/2016? 

Das alles soll sich in knapp zwei Wochen definitiv nicht wiederholen und deshalb stellten Stadt und Polizei am Montag das neue Sicherheitskonzept vor.

Vor allem sollen deutlich mehr Polizisten zu sehen sein, laut Kölns Polizeipräsident sind 1500 Beamte für die Silvesternacht geplant, unterstützt wird die Kölner Polizeidabei auch durch die Bereitschaftspolizei des Landes. Es soll keinen Ort geben in der Innenstadt, an der keine Polizei präsent ist. Auch die Bundespolizei will nicht untätig sein und plant gut 800 Beamte für Bahnhöfe in und um Köln herum ein, aber auch in den Zügen sollen die Beamten präsent sein.

Besonders Ordnungsamt und Feuerwehr stocken das Kontingent an Einsatzkräften auf, aber auch private Sicherheitsdienste unterstützen die Polizei bei ihrer Arbeit.

Das neue Sicherheitskonzept beginnt am Bahnhof. Züge sollen so koordiniert werden, dass sich An- und Abreisende nicht in die Quere kommen und die Menschenmassen so kontrollierter den Bahnhof passieren.  

Vorm Hauptbahnhof und um den gesamten Dom Herum wird mit Sperrgittern eine Zone errichtet, in der es striktes Böllerverbot geben wird und auch an den Zugängen zur Sperrzone will man verdächtige Gruppen kontrollieren und notfalls den Zugang zum Sperrgebiet verwehren. So will man die Besucher der Messe im Dom, aber auch Passanten schützen. Anreisende werden durch Plakate in den Zügen nach Köln über die Sperrmaßnahmen aufgeklärt.

In dieser Woche begannen zeitgleich auch die Montagearbeiten für ein über eine Millionen Euro teures Videoüberwachungssystem in der Stadt. Mit dem System sollen Straftaten und brenzlige Situationen schneller erkannt und somit schneller Einsatzkräfte entsandt werden können. Foto: Simon Brinkmann // Radio Hitwave