Schnee, Sturm und Sturmflut – Das neue Jahr startet kalt

Der Winter hat Deutschland im Moment fest im Griff. Anfang der Woche erst ein wenig Schnee, dann zur Wochenmitte in weiten Teilen des Landes einen regelrechten Schneesturm, der auch eine Sturmflut an der Nordsee und ein Hochwasser an der Ostsee zufolge hatte. Vor allem an der Ostseeküste brachte das größte Hochwasser seit über 10 Jahren große Schäden. Björn Goldhausen von Wetteronline.de erklärt, dass es an der Wetterlage liegt, dass es an der Nordsee häufiger zu einer Sturmflut kommt, als an der Ostsee. „Wir haben häufig West- bzw. Nordwestwind, der dann gerade an der Nordsee häufiger zu einer Sturmflut führt.“, so Goldhausen. Dazu ergänzt er weiter, dass man für das Hochwasser an der Ostsee einen Nord- bis Nordost-Wind benötigt, den wir eben zur Wochenmitte hatten. Des weiteren gibt es noch einen großen Unterschied zwischen dem Hochwasser an der Nord-, und Ostsee. Bei der Nordsee wird das Wasser durch die Gezeiten und strammen Nordwest-Wind die Elbe flussaufwärts bis nach Hamburg gedrückt, sodass es keine Seltenheit ist, dass dort auch der Fischmarkt unter Wasser steht. Bei der Ostsee handelt es sich, wenn man es genau nimmt, nicht um eine Sturmflut, sondern um ein Hochwasser. Das ganze vergleicht WetterOnline.de Meteorologe Goldhausen mit einer Badewanne. „Zuerst wird das Wasser durch den Wind von den Küsten weggedrückt und wenn dann der Wind auf eine nördliche Strömung dreht, fließt das Wasser dann mit Gewalt wieder in Richtung der Küsten, sodass es dann zum Hochwasser kommt.“

Die große Kälte ist zwar erst einmal vorbei, was laut Goldhausen von WetterOnline.de aber nicht heißt, dass es wieder deutlich wärmer wird. „Im Flachland stellt sich in den kommenden Tagen erst einmal nasskaltes Wetter mit Regen und auch mal Schnee ein. “Dazu ergänzt er, dass es vor allem in den Bergen und im Süden Deutschlands richtig winterlich bleibt und immer wieder mit Schneefällen und einigem an Neuschnee gerechnet werden muss. Foto: Gökmen Egritepe // Radio Hitwave