Was lange währt wird endlich gut – Elbphilharmonie feierlich eingeweiht

Foto: Simon Brinkmann // Radio Hitwave

Ein ewiger Bau, von dem kaum jemand mehr sagen kann, wann er eigentlich begann. Genau gesagt ist es 10 Jahre, dass bei der Elbphilharmonie der Grundstein gelegt wurde. Am Donnerstag wurde sie eingeweiht und eröffnet.

Was Anfang des der 2000er als Vision begann, wurde 2007 durch einen Bürgerbeschluss Dingfest gemacht. Die Hamburger beschlossen im Februar 2007 per Bürgerentscheid, dass die Elbphilharmonie gebaut werden soll, damaliger geplanter Kostenanteil für die Stadt: 77 Millionen Euro. Geplant war die Eröffnung für 2010.

Es dauerte nicht lange, da kam es zu massiven Streitereien zwischen den Architekten, dem Bauunternehmer Hochtief und der Stadt Hamburg. Der Streit gipfelte in einem Gerichtsprozess zwischen der Stadt und Hochtief, in dessen Verlauf im November 2011 Seitens Hochtief der Baustopp erfolgte. Begründung von Hochtief: statische Bedenken.

Im Juli 2012 kam dann endlich das Einsehen von Hochtief und die Bauarbeiten wurden wiederaufgenommen. Im März 2013 war der Streit zwischen Stadt und Hochtief beigelegt, man einigte sich auf einen neuen Vertrag bei dem alle Verpflichtungen neu festgehalten wurden.

Doch nicht nur die massiven Verzögerungen haben der Elbphilharmonie zu zweifelhafter Berühmtheit verholfen auch die explodierenden Kosten waren ein großer Streitpunkt unter anderem in der Politik.

Wegen der sehr aufwendigen Bauausführung und der ganzen Verzögerungen hatte das Konsortium der Baufirmen um Hochtief massive Nachforderungen gestellt. Nachdem die Streitigkeiten 2013 mit dem neuen Vertrag beigelegt wurden, wurden auch die kosten fix festgelegt und belaufen sich seitdem für die Stadt auf über 789 Millionen Euro.

Doch auch dieses größtenteils unrühmliche Kapitel hat mit der feierlichen Eröffnung vor 2000 geladenen Gästen sein glückliches Ende gefunden und nun sind die meisten Hamburger auf die Elbphilharmonie nur noch eins: stolz. Foto: Simon Brinkmann // Radio Hitwave