Mehr Teilnehmer ab der Fußball WM 2026

Manche nannten es Einstiegsgeschenk des neuen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino und andere sprachen von einer Revolution im Weltfußball. Ab der Fußball WM 2026 werden anstatt der üblichen 32 Teams nun 48 Teams an den Start gehen. In den deutschen Medien wurde das stark kritisiert. Sportmoderator Thomas Wagner sieht das nicht ganz so drastisch. „Ich würde als erstes Mal sagen, dass 48 Mannschaften keine Qualitätssteigerung bedeuten. Ich muss allerdings sagen, dass ich mich doch schon sehr wundern muss über diese Aufgeregtheit, die da herrscht. Also das Argument, dass es mehr Spiele sind, stimmt ja einfach nicht.“ Das liegt daran, dass das System leicht verändert wird. Ab der WM 2026 wird es in der Gruppenphase 16 Gruppen mit je drei Teams geben, sodass jede Mannschaft in der Vorrunde zwei Partien austragen muss. Alle Gruppenzweiten spielen dann ab dem Sechzehntel-Finale im KO-Prinzip gegeneinander. Dadurch wird es auch nach der Erweiterung der Weltmeister die gleiche Spielanzahl wie bisher geben. Trotzdem beschweren sich viele Länder über diese Aufstockung und behaupten, dass es eine „Verwässerung“ sei. Dadurch würden zu viele kleine und schwächere Mannschaften am Turnier teilnehmen, sodass der Wettbewerb an Qualität verlieren würde. „Ich persönlich halte es für grotesk, dass jetzt die Mitglieder laut gegen die FIFA wettern, die im Fußball schon eine ganz klar zementierte Klassengesellschaft geschaffen haben“, so Fußballexperte Thomas Wagner und kann die Kritiker nur in einem Punkt verstehen. „Das einzige Argument, dass ich für mich durchgehen lasse ist, dass man sagen kann, wenn über 20% aller Mitgliedsstaaten dabei sind, ist es tatsächlich keine Verwässerung.“. Foto: Elionas2 // Pixabay.com

Das komplette Interview mit Sportreporter Thomas Wagner kannst Du am Montag ab 19:00 Uhr im Sportupdate auf der Hitwave hören.