CETA kann kommen – sagt die EU. Viele Protestieren.

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CETA, TTIP – wenn es um politische Entscheidungen geht, dann ist es oft schwierig, den Überblick zu behalten. Am Mittwoch hat das europäische Parlament für den Handelsvertrag zwischen Europa und Kanada ausgesprochen.

Das bedeutet, dass ab April vorläufig ein Vertrag zustande kommt, der es einfacher macht, mit einem anderen Land zu handeln. In diesem Papier wird zum Beispiel festgelegt, dass geringere Zölle anfallen, Ausbildungen anerkannt werden und wie bestimmte Ware für den Verbraucher gekennzeichnet werden müssen. Denn in Kanada gelten andere Lebensmittelstandards als in Deutschland und der gesamten Europäischen Union. Das gesamte Handelsabkommen ist einige Zentimeter dick und legt fest, unter welchen Bedingungen ein Unternehmen mit einem anderen innerhalb dieser neuen Handelszone Geschäfte machen kann.

Nicht alle sehen das positiv und protesiteren gegen den Vertrag.

Die Organisation foodwatch kritisert, dass es durch den Vertrag eine "Parallel-Verfassung" bilden könnte. Denn für alle Waren in der EU gelten bestimmte Regeln. Wenn eine Ware aus Kanada jetzt geprüft wird und nach EU Recht nicht zu uns dürfte, laut CETA-Vertrag aber schon, dann dürfte sie trotzdem kommen. Andere sehen das Abkommen auch als Gefahr für die Qualität der Lebensmittel und eine Gefahr für ihre Jobs. Denn mehr Wettbewerb bringt auch neue Gefahren. Jetzt müssen erst mal alle Nationalparlamente abstimmen. Ist ein Land dagegen, gibt es auch kein CETA.