Köln baut nach Einsturz neues Stadtarchiv

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Am 03. März 2009 sind das historische Kölner Stadtarchiv und zwei benachbarte Gebäude eingestürzt. 2 Menschen kamen dabei ums Leben.

Leider ist immer noch nicht geklärt, wer für den Einsturzverantwortlich ist. Klar ist bis jetzt nur, dass das Archiv einstürzte, weil direkt darunter eine U-Bahn gebaut wurde. Fraglich ist nun, ob die Schuld dafür bei den Kölner Verkehrsbetrieben oder der Baufirma liegt. Die Verkehrsbetriebe stehen im Verdacht, den Baugrund nicht ausreichend geprüft zu haben. Die Baufirma hingehen soll eine Betonwand nicht ordnungsgemäß fertig gebaut haben.
Die Ermittler müssen sich nun aber beeilen, denn wenn in zwei Jahren noch kein Urteil gefällt wurde, gilt der Fall als verjährt. Dann kann niemand mehr zur Rechenschaft gezogen werden.

Von den den tausenden Dokumenten, die bei dem Einsturz verschüttet wurden, konnten 95% geborgen werden. Allerdings sind viele Unterlagen stark beschädigt, die meisten in unzählige Fetzen zerrissen worden. 
Diese werden nun Stück für Stück wieder zusammengesetzt. Diese Aufgabe übernehmen 90 Experten im Restaurierungs und Dokumentationszentrum Köln.
Die Arbeiten werden noch schätzungsweise 30 bis 40 Jahre dauern und 350 Millionen Euro kosten.

Da diese Dokumente auch wieder archiviert werden müssen, wird nun ein neues Stadtarchiv in Köln gebaut. Am Freitag wurde der Grundstein dafür gelegt. Es wird am Eifelwall enststehen und soll über 20.000 Quadratmeter Platz bieten.