Obamacare bleibt in Amerika aktiv

Foto: Gökmen Egritepe // Radio Hitwave

Wenn wir krank werden – ob Schnupfen oder Beinbruch – dann können wir zum Arzt gehen, zeigen die Krankenkassenkarte vor und für die meisten ist das Thema dann erledigt. Sie werden behandelt, die Kasse zahlt. In Amerika ist das nicht zwangsläufig so, denn da gab es lange keine Pflicht, sich versichern zu lassen. Viele konnten es sich daher auch gar nicht leisten, krank zu werden. 

Ex-Präsident Barack Obama hat dann 2013 den "Patient Protection and Affordable Care Act" unterschrieben – umgangssprachlich: Obama Care.

Dieses System hat es in Amerika zur Pflicht gemacht, sich bei einer der vielen Krankenkassen eine Versicherung zu holen. Die Idee: Menschen, die es sich sonst nicht leisten konnten, schließen eine Versicherung ab. Je mehr Versicherte das machen, desto günstiger wird es für alle.

95% der Amerikaner wurden so verpflichtet, sich bei einer Kasse anzumelden, ansonsten gab es Strafen. Präsident Trump hat das System in seinem Wahlkampf stark kritisiert und seine Abschaffung gefordert.

Im Kongress kam das aber nicht gut an, denn seine neue Vorlage war eine abgeschwächte Variante des Obama Care. Einige Politiker fanden, dass es zu weit kürzt, andere, dass es noch zu viel vorschreibt.

Mit dem Scheitern im Kongress hat Trump eine weitere Schlappe in seiner Amtszeit erlitten, sein zentrales Wahlversprechen, Obama Care abzuschaffen, soll jetzt auf unbestimmte Zeit auf Eis liegen. Das hat sein Sprecher Sean Spicer erklärt.