Türkische Wahl auch in Deutschland

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Die Wahl in der Türkei beschäftigt uns zur Zeit sehr stark. In vielen Schulen ist es Politikthema, aber vor allem in den Nachrichten ist es sehr häufig zu hören. Es gibt außerdem viele Demonstrationen und Diskussionen.
Am 16.April 2017 findet die Volksabstimmung in der Türkei statt. Dort wirt entschieden, ob die Möglichkeiten des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan erweitert werden. Der Posten des Ministerpräsidenten soll entfallen. Wenn es zu einem positiven Ergebnis kommt, das bedeutet 51% "Ja-Stimmen", wird der Präsident den Oberbefehl über die Streitkräfte bekommen. Gegner finden, das dieses System nicht mehr demokratisch sei. Auch in Deutschand spielt die Wahl eine wichtige Rolle. Hier startete die Wahl schon Anfang der Woche und es darf bis zum 9. April abgestimmt werden. Die Bundesregierung erlaubte der Türkei, 13 Wahllokale zu eröffnen. Diese sind täglich von 9.00 Uhr bis 21.00 Uhr in den Generalkonsulaten geöffnet. In Deutschland leben, so die Tagesschau, 1,4 Millionen Wahlberichtigt. 
Gewählt werden darf auch hier, da nach dem türkischen Recht alle Staatsbürger überall im Ausland wählen dürfen, die Wahl muss aber durch das entsprechende Land genehmigt werden. Alle Wahlurnen werden in die Türkei gebracht und dort ausgezählt. 

Doch die Wahl fürt zu vielen Konflikten zwischen der Türkei und anderen Ländern. In vielen Orten wurde der Auftritt des türkischen Ministers untersagt, so wie zum Beispiel in Deutschland. Außerdem prüft das Verfassungsgericht einen Spionageverdacht gegen den türkischen Geheimdienst. Es liegt der Verdacht vor, dass der türkische Geheimdienst MIT in Deutschland Gülen-Anhänger ausspioniert haben soll. Die Schweiz leitete ein Strafverfahren ein, da bei einer Demonstration ein umstrittenes Plakat gegen Erdogan gezeigt wurde.