Deutschen Ärzten fehlen Medikamente

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Wenn uns etwas passiert, wir hinfallen oder einen Unfall haben, dann können wir uns auf den Rettungsdienst und die Krankenhäuser verlassen. Die haben aber derzeit ein großes Problem. Wenn die Ärzte eine OP machen wollen, brauchen die häufig ein Narkosemittel namens "Remifentanil". Und genau das ist zur Zeit Mangelware. Aktuell mussten deswegen zwar noch keine ambulanten Operationen abgesagt werden, es könnte aber sein, dass das bald der Fall ist, sagen Experten. Die Ärzte brauchen dieses Mittel nämlich unbedingt für Operationen, nach denen der Patient hinterher wieder schnell nach Hause gehen muss. Es gibt durchaus andere Narkotika, die vergleichbar sind. Die sind aber nicht so präzise dosierbar während des Eingriffs. Und deswegen kann man die Patienten nach der OP nicht so schnell entlassen. Das liegt daran, dass die dann einfach noch nicht wieder voll bei Sinnen sind. Der Grund dafür, dass immer mehr Ärzte Probleme bei der Bestellung von Remifentanil haben, ist gar nicht so leicht festzustellen. Experten glauben, dass es daran liegt, dass das Mittel in wenigen großen Produktionsstätten hergestellt wird. Und wenn da die Mitarbeiter streiken oder krank werden, wird es schon eng mit der Produktion. Eine andere Theorie ist: Das Mittel wird ungleich verteilt und in andere Märkte mit höheren Gewinnen verkauft, wo es aber nicht unbedingt mehr gebraucht wird. Wer es nämlich auf jeden Fall braucht, das sind zum Beispiel die Ärzte hier in Deutschland, die operieren wollen.