Rückblick: Trump ist 100 Tage im Amt

Foto: Nico Nölken // Radio Hitwave

Am 20.01. dieses Jahres wurde der neue US-Präsident Donald J. Trump vereidigt. Inzwischen sind 100 Tage vergangen und wir ziehen eine Bilanz. Angefangen hat seine Amtszeit mit vielen Dekreten, die zu seinen versprochenen Wahlversprechen passten. Besonders das Einreiseverbot für Muslime sorgte für Diskussionen um die ganze Welt. Weit ist er mit seinen Beschlüssen allerdings nicht gekommen, denn die Gerichte schoben ihm immer wieder einen Riegel vor. Wohl am deutlichsten wurde sein Kurs, als der neue US-Präsident die Gesundheitsreform Obamacare abschaffen wollte. Dabei stimmten in seiner eigenen Partei noch nicht einmal die Hälfte für die Abschaffung.

Weiterhin hat Trump es bisher immer wieder geschafft, die Welt zu überraschen, wenn er nach wenigen Tagen mal wieder seine Meinung ändert. So beispielsweise der Nato. Im Wahlkampf beschrieb er die Organisation oft als vollkommen überholt und veraltet, doch inzwischen ist die Nato doch nicht ganz so veraltet, wie er gedacht habe. 

Von der Mauer zu Mexiko ist zwar noch nicht sehr viel zu sehen, aber das Projekt scheint ziemlich konkret zu sein: Das Bauvorhaben wurde ausgeschrieben und viele Firmen haben sich mit ihren Umsetzungsideen bei der Regierung beworben.

Die politische Unerfahrenheit von Trump macht sich inzwischen deutlich bemerkbar, finden viele Politiker. Durch die Raketentest von Nordkorea und den abgeschossenen Raketen nach Syrien fragt sich die Welt, ob es nicht doch besser wäre, wenn jemand mit mehr Erfahrung diese Entscheidungen treffen würde.

Im Großen und Ganzen hat Trump in den ersten 100 Tagen nicht viel erreicht, ist aber auch von seiner Art und seiner Vorgehensweise nicht abgewichen. Wie er sich weiter schlagen wird, zeigt sich in den kommenden Jahren.