Brexit-Verhandlungen werden kompliziert

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Es war ein echter Schock für viele, als vor knapp einem Jahr feststand: Die Briten ziehen es durch! Sie wollen die EU verlassen. Einiges ist seitdem passiert. Premierministerin Theresa May hat ihren Posten übernommen und den Austritt auch offiziell verkündet. Nun stehen harte Verhandlungen bevor, die spätestens in zwei Jahren abgeschlossen seien müssen. Kommt es zu keiner Einigung, gilt internationales Recht. Das bedeutet für uns: Zölle, Probleme mit der Währung und Einreiseprobleme. 

Kein Wunder also, dass beide Seiten daran interessiert sind, möglichst bald eine Einigung zu finden. Aber Konflikte gibt es schon bei der Grundsatzfrage: Was wird überhaupt verhandelt?

May will für Großbrittanien gerne parallel zum Austritt auch über die zukünftigen Wirtschaftsbedingungen verhandeln. Für die EU ist das zu schnell, sie wollen sich nicht hetzen lassen.

Außerdem ein Konflikt: Wer zahlt die Kosten, die entstehen, wenn sich die Briten von der EU trennen? Die Politiker in Brüssel fordern, dass das von London aus kommen muss. Die wollen das natürlich verhindern.

In den kommenden zwei Jahren muss jetzt vieles geklärt werden. Was passiert mit den Projekten der EU in Großbrittanien, unter welchen Bedingungen dürfen wir dort einreisen und wie soll der Handel in Zukunft aussehen?

Die Verhandlungen werden sehr hart – vorher muss allerdings in Großbrittanien gewählt werden. Um sich den Weg frei zu machen hofft May nämlich darauf, dass das Volk am 8. Juni ein neues Parlament wählt, das ihren Kurs vertritt. Erst danach werden die Gespräche starten.