Zwischen Schock und Erleichterung – das Wahlwochenende im Überblick

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Auf den letzten Metern hat Frankreich mit knapp zwei Drittel der Stimmen gegen die Rechtspopulistin Le Pen und für den sozialliberalen Emmanuel Macron gestimmt. Der 39-jährige, der unter anderem auch durch seine 25 Jahre ältere Frau auf sich aufmerksam machte, sagte noch am gestrigen Abend: „Ich kenne die Wut, die Angst, die Zweifel, die ein großer Teil von Ihnen ausgedrückt hat. Ein neues Kapitel unserer langen Geschichte beginnt heute Abend.“
Die deutsche Regierung ist nach dem Ergebnis in Frankreich positiv gestimmt und nun froh, dass es mit Europa, so wie es im Moment existiert, noch weitergeht, da Le Pen immer wieder betonte, bei einem Wahlsieg aus der EU auszutreten.

Gestern wurde aber nicht nur in Frankreich, sondern auch in Schleswig-Holstein gewählt. Dort waren 2,3 Millionen Wahlberechtigte ab 16 Jahren aufgefordert, einen neuen Landtag zu wählen und haben die aktuelle Regierung abgewählt. Dennoch gibt es einige Koalitionsoptionen, die sich in Kiel bilden können. Dabei kann die SPD nur bei einer Ampelkoalition (SPD, FDP, Grüne) weiter den Ministerpräsidenten stellen. Ansonsten ist eine CDU-geführte GroKo möglich, doch am wahrscheinlichsten scheint eine Jamaika Koalition (CDU, Grüne, FDP).

Nach nun zwei Landtagswahlen kann die SPD lange nicht so viele Wähler auf ihre Seite ziehen, wie von ihnen erhofft. Schon im Saarland vor gut einem Monat brachte der Schulz-Hype nicht den gewünschten Erfolg und auch in Schleswig-Holstein scheint es einen Machtwechsel zu Gunsten der CDU zu geben. Spannend wird nun die kommende Woche, wenn in NRW gewählt wird. Doch auch dort scheint laut neusten Umfragen die SPD an Prozentpunkten zu verlieren.