Probleme mit Wehrmachtsandenken bei der Bundeswehr

Foto: boo_ist_online / pixabay.com

Die deutsche Bundeswehr kommt einfach nicht zur Ruhe. Nachdem der rechtsextreme Hintergrund des Offiziers Franco A. sich immer mehr verdeutlicht, werden nun deutschlandweit Kasernen nach rechtem Gedankengut durchsucht. Der Fokus liegt dabei besonders auf Wehrmachtsausrüstung.

Doch was gilt als Rechtsradikal?

In vielen Deutschen Kasernen sind auch heute noch zahlreiche "Andenken" aus dem dritten Reich zu finden. So hängt an der Hochstaufenbergkaserne in Bad Reichenhall ein Reichsadler am Empfangsgebäude. Darunter ein Edelweiß, welches anstatt des Hackenkreuzes montiert wurde. An dieser Stelle will die Bundeswehr nichts von Nationalsozialistischem Gedankengut wissen. Hierbei handle es sich um "Sachzeugen unserer Wertvollen Geschichte", so das Verteidigungsministerium,. Außerdem trug die Kaserne in Bad Reichenhall bis 2012 den Namen "General Rudolf Konrad", einem Antisemiten. Das ganze ist aber kein Einzelfall, denn in Deutschland gibt es viele Kasernen die einst für die Wehrmacht errichtet wurden. Und an diesen finden sich oftmals Reichsadler, Wandgemälde und ähnliche Dinge aus der Nazizeit. Um zu verdeutlichen, was erlaubt ist und was nicht, wurde im Jahr 1982 eigentlich der Traditionserlass verfasst. Hier ist deutlich geregelt, dass Bundeswehr und Wehrmacht keine gemeinsame Tradition verbindet. Außerdem finden sich dort viele, oftmals komplizierte, Verbote. So dürfen Hackenkreuze nicht gezeigt werden, Waffen jedoch gesammelt.