Nach Manchester-Anschlag: Deutschland prüft Sicherheitskonzepte

Quelle: MSNBC, Foto: Twitter

Es waren schockierende Szenen am Montagabend in Manchester – beim Konzert der Sängerin Ariana Grande hören viele Besucher einen lauten Knall im Eingangsbereich. Dieser stellt sich als Explosion eines Sprengkörpers und später als Selbstmordattentat heraus. Jetzt laufen die Ermittlungen.

Bekannt ist bis jetzt, dass es sich bei dem Angreifer wohl um einen 22-jährigen aus Manchester mit lybischen Wurzeln handeln soll. Ihn will ein amerikanischer Sicherheitsdienst identifiziert haben. Durch seine Explosion starben aktuell 22 Menschen, er selbst, und 59 weitere wurden verletzt. Beim Verlassen des Konzerts brach bei den überwiegend minderjährigen Besuchern eine Massenpanik aus. Was auch sicher ist, dass die Polizei zuerst von einem Einzeltäter ausging, inzwischen aber auch einen 23-jährigen festgenommen hat. Wie der mit der Tat in Verbindung steht, das ist noch unklar. Außerdem wurde ein weiterer Sprengkörper aus der Wohnung des Attentäters kontrolliert gesprengt. Die Terrororganisation IS hat sich zum Anschlag bekannt, ob das aber so ist, das will die Polizei jetzt prüfen.

Großbritannien hat wieder viel Mitgefühl von anderen Ländern bekommen, der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert hat direkt nach der Tat per Twitter reagiert. Auch andere Staaten haben das getan. Jetzt hat Großbrittanien die Terrorwarnstufe erhöht. Das bedeutet, dass unmittelbar ein Anschlag bevorstehen könnte. Auch in Deutschland werden jetzt die Sicherheitskonzepte überprüft, dabei schauen die Politiker vor allem auf den Kirchentag in Berlin. Besonders bei Großveranstaltungen ist es oft schwierig, das gesamte Gelände zu sichern. Neu ist nämlich, dass auch die Umgebung um ein Event abgesichert werden muss, beim Konzert in Manchester passierte die Explosion ebenfalls im Eingangsbereich, nicht auf dem Gelände selbst.