Fans feiern Rock am Ring trotz Terrorgefahr

Foto: 3SAT / Twitter

Gemeinsam Musik hören und Feiern – für die Besucher des Rock am Ring ist das Festival jedes Jahr ein Highlight. Doch nachdem im letzten Jahr schlechtes Wetter für eine Absage gesorgt hatte, gab es am Freitag Terroralarm. Und zwar im Abendprogramm des Musikfestivals. Das Festival musste daraufhin unterbrochen werden. Die Lage hatte sich allerdings schnell beruhigt, die Menschen konnten wieder feiern. Ab Samstag Morgen lief der Spielbetrieb wieder. Die Polizei hatte Entwarnung gegeben, nachdem sie am Freitag das Festivalgelände nach einer Gefahr durchsuchte. Dafür musste die Veranstaltung unterbrochen werden. Einige Konzerte sind deswegen ausgefallen, zum Beispiel auch das von Headliner Rammstein. Festivalchef Marek Lieberberg war sichtlich betroffen. Er hat im Anschluss aber während der Pressekonferenz am Samstagmorgen betont, dass er begeistert war, wie ernst die Festivalbesucher die Situation genommen haben und sie friedlich gemeistert haben.

Die Bands haben den Vorfall keineswegs ignoriert. Einige haben über diesen Vorfall ganz offen während ihrer Konzerte gesprochen. Die Broilers zum Beispiel durften ihr Konzert am Samstagabend nachholen und waren genau wie Marek Lieberberg beeindruckt davon, wie locker die Besucher den Tag weggesteckt haben. Auch andere Acts, wie die Toten Hosen haben aufgerufen, in solchen Tagen zusammenzustehen und sich nicht der Angst zu beugen. Felix Brummer, Rapper von Kraftklub, hat es so ausgedrückt: "Und wenn ich rausgehe und feiern will, dann feier ich. Und dann feier ich auch mit vielen Leuten. Und ich hab keinen Bock, mir das von irgendwem verbieten zu lassen. Nicht von irgendwelchen Typen mit Sprengstoff im Rucksack und erst recht nicht von irgendwelchen Faschisten auf der anderen Seite."

Bei Rock am Ring wollten sich weder die Künstler, noch die Festivalbesucher durch Terrordrohungen unterkriegen lassen. Am Sonntag war der letzte Tag des Festivals.

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