Großbritannien hat gewählt: May verliert stark an Stimmen

Foto: MIH83 // pixabay.com

Ob als Handelspartner oder Urlaubsland, für Deutschland hat Großbritannien eine große Bedeutung. Doch seit dem Brexit-Referendum vor knapp einem Jahr steht fest: die Briten wollen raus aus Europa. Die Verhandlungen, wie das funktionieren soll, starten in diesem Monat. Um sich mehr Rückhalt aus den eigenen Reihen zu holen, hatte Premierministerin Theresa May eine Neuwahl des Parlaments angesetzt. Das Ziel war, damit eine Mehrheit ihrer konservativen Partei zu bekommen und gegenüber der EU stärker aufzutreten.

Am Donnerstag wurde also gewählt, doch die Konservativen haben stark verloren und jetzt keine Chance mehr auf eine absolute Mehrheit im britischen Parlament. Mit knapp aktuell 318 Sitzen hätten insgesamt acht zum eindeutigen Sieg gefehlt. Statt gestärkt zu sein, stehen die Politiker jetzt geschwächt da. Sie müssen jetzt eine Koalition bilden, also mit anderen Parteien gemeinsam regieren. Für uns Deutsche nichts ungewöhnliches, doch in Großbritannien gab es das zuletzt vor sieben Jahren, als der Vorgänger Mays, David Cameron, ein Bündnis mit den Liberaldemokraten einging.

Die Liberaldemokraten haben allerdings schon gesagt, dass sie kein Bündnis mehr eingehen wollen. Zurücktreten will May nicht. Sie will auch in der Minderheit weiter Regierungschef bleiben und hofft nun auf Zustimmung der Queen. 

Für den Austritt aus der EU könnte das eine deutliche Verspätung der Verhandlungen bedeuten. Denn unklar ist, wann das neue Parlament gebildet ist und wie dieses dann zu Europa steht. Daraus wird sich dann auch ergeben, wie die Verhandlungen laufen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.