Tag gegen Kinderarbeit: Wer hat dein Smartphone gemacht?

Foto: suvajit / Pixabay.com

Ob im neuen Smartphone, der teuren Jacke oder dem Fernseher – wer die Produkte gemacht hat, das wissen wir meist nicht. Oft müssen dafür Kinder aus armen Ländern hart arbeiten. Am Montag war der internationale Tag gegen Kinderarbeit. Dieser wurde 2002 von der Internationalen Arbeitsorganisation ins Leben gerufen, um die Welt aufmerksamer auf das Thema zu machen und einen kritischen Umgang mit Kinderarbeit bei den Menschen hervorzurufen.

Bei uns, hier in Deutschland, ist Kinderarbeit schon lange kein Thema mehr, obwohl mehr Kinderarbeit in unserem Alltag steckt als wir eigentlich denken.

Meistens fällt einem die Textilindustrie ein. Die billig produzierten T-Shirts und Hosen, die man für ein paar Euro hier in Deutschland kaufen kann. Doch das sind nicht die einzigen Fabriken, in denen Kinder arbeiten.

Häufig kommt es dazu, dass Kinder beim Rohstoffabbau für unsere Smartphones in den Minen arbeiten, da sie so klein sind und besser in Schächte klettern können. Damit setzen sie sich schädlichen Dämpfen aus, die schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen können. 

Außerdem kommt es auch häufig vor, dass Kinder im Tourismus tätig sind, um zu putzen, Koffer zu tragen, oder in der Küche zu helfen. 

Aber auch schon bei unserer morgentlichen Tasse Kaffee oder Tee haben oftmals Kinder mitgewirkt, da sie bei den Ernten helfen, die Bohnen und Blätter trocknen oder alles verpacken. Was diese Kinder aber alle gemeinsam haben: sie wollen oder müssen ihre Familie unterstützen und können deshalb nicht zur Schule gehen. 

Insgesamt sind laut der Internationalen Arbeitsorganisation 168 Millionen Kinder unter 16 auf der ganzen Welt am arbeiten. Das sind ca. 11 Prozent der gesamten Kinder unter 16. 

Die gute Nachricht ist, dass Kinderarbeit immer weiter bekämpft wird. Viele Organisationen setzen sich dafür ein, dass Kinder zur Schule gehen können und Kind sein dürfen.

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